Montag, 23. Januar 2012

Finanzamt Bad Kreuznach stellt sich vor - die Kelten...

Quelle: finanzamt-bad-kreuznach.de/wir_ueber_uns
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Das Finanzamt Bad Kreuznach
stellt sich vor



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Die Stadt Bad Kreuznach liegt an der unteren Nahe, nur wenige Kilometer unterhalb der Stelle, wo der Fluß das nordpfälzer Porphyrmassiv durchbricht und wo der bekannte Rheingrafenstein von Bad Münster am Stein und die Steilwand des Rotenfels aufragen. Sie ist umgeben von Hügeln, deren Südhänge für ihren guten Wein bekannt sind. Bad Kreuznach liegt auf geschichtsträchtigem Boden. Schon die Kelten waren hier ansässig, was sich aus zahlreichen Bodenfunden ergibt. Keltisch ist auch der Name der Stadt Bad Kreuznach: Er geht auf "Cruciniacum" zurück, was soviel bedeutet wie "Heim des Crucinius, Ort des Crucinius". In römischer Zeit war Bad Kreuznach ein bedeutendes Landstädtchen (Vicus). Mit seiner "Palastvilla" besaß es die prunkvollste römische Villa, die man bis jetzt nördlich der Alpen kennt. Zwei große Mosaike, die man ausgegraben hat, das "Gladiatorenmosaik und das "Okenanusmosaik" bilden heute die bedeutendsten Ausstellungsstücke in dem Museum "Römerhalle", das unmittelbar am Gelände der ehemaligen Villa liegt. In spätrömischer Zeit wurde in Cruciniacum ein Kastell errichtet, ein Zwillingskastell zu demjenigen von Alzey.
Das Finanzamt Bad Kreuznach ist mit der keltisch-römischen Zeit der Stadt insofern verbunden, als die "Kunst am Bau" aus einem monumentalen Steinbogen in antiker Form aus römischer Travertin besteht, und ein ehemaliger Vorsteher des Finanzamts einen Teil seiner Freizeit mit der Erforschung und Deutung keltischer Orts- und Flußnamen verbringt. Übrigens deutet einiges darauf hin, dass der Erbauer der Kreuznacher Palastvilla der Steuerpächter der Region war, also sozusagen der "römische Finanzamtsvorsteher" von Bad Kreuznach.
Mit dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft am Rhein und somit auch an der Nahe wurde aus dem ehemals römischen Kastell Cruciniacum ein fränkisches Hofgut. Dieses Hofgut war im Besitz des fränkischen Königshauses und wurden wahrscheinlich im 10. Jahrhundert n . Chr. an die Grafen im Nahegau übertragen.
Im Jahre 1045 schenkte Kaiser Heinrich III. die Besitztümer an der Nahe dem Bischof von Speyer. Um 1105 ging dann dieser Besitz als Lehen an die Sponheimer Grafen über. Die von diesem Geschlecht angelegte Stadt erhielt am 09.01.1290 Stadtrechte von König Rudolf von Habsburg. Somit kann Bad Kreuznach 1990 bereits auf 700 Jahre Stadtrechte verweisen. Nach dem Aussterben der Sponheimer Grafen 1437 kam Bad Kreuznach zur Kurpfalz, Pfalzsimmern und Baden. Die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts gingen an der Entwicklung der Stadt nicht spurlos vorbei. 1792 / 1793 besetzten die Franzosen die Stadt und verwalteten sie 20 Jahre lang. Danach folgte eine kurze bayerische - österreichische Verwaltung. 1816 wurde Kreuznach Sitz das preußischen Landrats des Kreis Bad Kreuznach. Nahe den Gemarkungsgrenzen wurden bayerische und hessische Schlagbäume errichtet. Das Einzugsrecht wurde unter Preußen, Bayern und Hessen aufgeteilt. Erst die Verwaltungsreform 1969 sorgte wieder für klare Verhältnisse, die sich auch in geographischer Hinsicht niederschlug. Die territoriale Verwaltungsreform 1669 / 1970 brachte diesbezüglich einschneidende Veränderungen. Aus den Landkreisen Alzey, Bingen, Birkenfeld, Kusel, Rockenhausen und Simmern kamen 32 Gemeinden zum Kreisgebiet dazu: 5 Gemeinden wurden an den Landkreis Mainz-Bingen und 2 Gemeinden an den Landkreis Bad Kreuznach aus 8 Verbandsgemeinden und 2 verbandsfreien Städten. Der Kreis vereinigt insgesamt 119 Gemeinden. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhundert läutete der geheime Hofrat Dr. Prieger die Badegeschichte der Stadt Kreuznach ein. Schon seit Jahrhunderten war bekannt, dass aus den Porphyspalten im Nahetal oberhalb der Stadt Sole ausströmte. Bereits im Mittelalter wurde sie eingesotten und zu Salz weiterverarbeitet. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Salzgewinnung ab, dafür wurde die Heilkraft der Mutterlauge erkannt. Bad Kreuznach entwickelte sich schnell zu einer weltbekannten Badestadt, deren Bedeutung auch heute noch Bestand hat. Quellen wurden gebohrt, Bade- und Trinkkuren wurden angeboten, von der Möglichkeit der Inhalation konnte Gebrauch gemacht werden, das gesamte Kurviertel mit Kurhaus und verschiedenen Rehabilitationszentren wurden bis zum heutigen Stand ausgebaut und werden auch ständig erweitert.
Das Finanzamt liegt ebenfalls in unmittelbarer Nähe des Kurviertels, des Kurparks und der Roseninsel, deren Ruhe und landschaftlich schöne Lage direkt an der Nahe gelegen sicherlich mit zur Geneseung der Patienten beitragen. In diesem Zusammenhang darf auch das milde Klima, die niederschlagsarme Gegend und die reizvolle Lage an der Nahe nicht außer Acht gelassen werden. Mit dem Salinental verfügt Bad Kreuznach über weitere Erholungsmöglichkeiten. Die Gradierwerke mit Sole-Zerstäubungsanlage sind teilweise noch in Betrieb. Auch hier finden sich Reha - Zentren und Altenheime, deren Bedeutung weit über die Grenzen der Stadt hinausgeht. Nicht zu Unrecht bezeichnet man Bad Kreuznach auch als die "Stadt der Rosen und Nachtigallen".

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